Backupdienst
Der campusweite Backupdienst steht allen Instituten und Abteilungen der Universität zur Verfügung. Daten von lokalen PCs wie von Institutsservern können automatisch oder manuell über das Netzwerk gesichert werden. Verwendet wird hierfür TSM (Tivoli Storage Management System) von IBM.
Die Nutzung des Backup-Service können Sie hier beantragen.
Die TSM-Client Software kann direkt von den Seiten der Universität Karlsruhe unter http://www.rz.uni-karlsruhe.de/backupbw bezogen werden.
Hinweise zur Installation unter Windows
Hinweise zur Installation unter Linux
Erläuterungen zu INCLUDE und EXCLUDE Anweisungen
Erläuterungen zu active und inactive Daten
Wissenswertes zu TSM
Hinweis zur Installation unter Windows
Während des Installierens wird TSM konfiguriert. Sie werden dabei nach folgenden Einstellungen gefragt,
- TSM-Passwort (wird vom ZDV gesetzt)
- TSM-Nodename (frei wählbar, kann auch Hostname sein)
- TSM-Server (z.B. sn29.zdv.uni-tuebingen.de) auf dem ihre Backup-Daten gespeichert werden
Nach erfolgreicher Installation müssen Sie noch Include und Exclude-Einstellungen setzen. Dies kann schon mittels des in der TSM-Software mitgelieferten GUI erledigt werden. Bitte nehmen Sie nur Daten ins Backup auf, die auch später bei einem Restore benötigt werden.
Außerdem müssen Sie dafür sorgen, dass der TSM-Backup-Dienst beim Starten Ihres Servers ebenfalls gleich mit gestartet wird. Hierfür gehen Sie bitte wie folgt vor.
- über Start/Programme starten sie Sichern-Archivieren-GUI
- sie klicken auf Utilities
- dort dann auf Setup-Wizard
- sie wählen anschließend Help me configure the TSM Client Scheduler
- dann Install a new or additional scheduler
- Name des Schedules vergeben (z.B. TSM-Schedule)
- im folgenden Fenster bestätigen sie das angegebene Option-File
- nun den TSM-NODENAME und das gesetzte TSM-Passwort eingeben
- dem weiteren Verlauf der Installation folgen
Hinweise zur Installation unter Linux
Legen sie temporär ein Verzeichnis an (z.B. /tmp/tsm). Wechseln sie in dieses Verzeichnis und entpacken sie dann die heruntergeladene Datei (z.B. 6.1.0.0-TIV-TSMBAC-LinuxX86.tar). Im Anschluss installieren sie die nötigen rpm-Pakete. Die Installation der HSM-Komponente ist nicht nötig und sollte auch nicht vorgenommen werden. Bitte gehen Sie wie folgt vor.
- mkdir /tmp/tsm
- cd /tmp/tsm
- tar xvf /tmp/6.1.0.0-TIV-TSMBAC-LinuxX86.tar
- rpm -Uvh TIVsm-API.i386.rpm
- rpm -Uvh TIVsm-API64.i386.rpm
- rpm -Uvh TIVsm-BA.i386.rpm
Konfiguration unter Linux:
- Die Datei dsm.sys (/opt/tivoli/tsm/client/ba/bin/dsm.sys) ist die eigentliche Konfigurationsdatei für den TSM-Client. In ihr stehen der auf dem TSM-Server eingetragene Knotenname für den zu sichernden Rechner (kann auch der Hostname sein), der TSM-Server, der angesprochen werden soll, der "Platz" für die Log-Dateien und INCLUDE/EXCLUDE Eintragungen, die clientseitig auf dem System angepasst werden müssen.
- Die Datei dsm.opt (/opt/tivoli/tsm/client/ba/bin/dsm.opt) dient zur weiteren Konfiguration von TSM. Wird in unserem Fall aber zur Zeit nur dazu verwendet, um das Datumsformat für die Log-Ausgabe zu setzen.
- Die Startdatei dsmc (/etc/init.d/dsmc) startet beim Booten den dsmc (den eigentlichen Backup-Client). Hierfür sind runlevel-Einträge ihrem Linux-System zu machen. Dies erledigt Ihnen unter SuSE zum Beispiel das Programm insserv (Aufruf: insserv /etc/init.d/dsmc).
- Die Scriptdatei tsm_check.sh sollte unter /usr/local/bin/tsm_check.sh abgelegt werden. Nach jedem automatischen TSM-Backup wird dieses ausgeführt und sendet eine Auswertung der entstanden Log-Daten an eine Mail-Adresse, die zuvor im Script eingetragen werden muss.
- Die oben genannten Dateien werden ihnen vom TSM-Administrator vorgefertigt nach der Beantragung per Mail zugesendet.
Nach erfolgreicher Installation muss einmalig zur Authentisierung des Rechners beim TSM-Server folgendes Kommando ausgeführt werden:
- dsmc query sess
In Folge dieses Kommandos werden Sie zur Eingabe des Knotennamens und eines TSM-Passworts aufgefordert.
Damit TSM-Client automatische Sicherungen durchführen kann, muss der TSM-Client gestartet sein. Nach erfolgreicher Installation geben Sie bitte folgendes Kommando ein:
- /etc/init.d/dsmc start
Zu weiteren Konfigurationen, insbesondere der INCLUDE und EXCLUDE Statements, können Sie das Programm dsmj verwenden. Es handelt sich um ein Java-GUI von TSM (Java-Runtime-Environment muss installiert sein).
Erläuterungen zu INCLUDE und EXCLUDE Anweisungen
Sogenannte INCLUDE und EXCLUDE Anweisungen speichert TSM-Client in der dsm.sys (Linux) oder in dsm.opt (Windows) Datei ab.
Die Reihenfolge der Abarbeitung solcher Anweisungen erfolgt hierbei von unten nach oben gesehen. Weitere Regeln, die bei der Erstellung zu beachten sind:
Trifft eine Regel auf eine Datei zu, wird diese angewendet. Nachfolgende Regeln, die auf die gleiche Datei passen würden, werden nicht berücksichtigt.
Eine Ausnahme für die o.g. Regel ist ein Eintrag EXCLUDE.DIR. Dieser ist zwingend für alle Dateien in dem angegebenen Verzeichnis. Unabhängig von der Reihenfolge kann nichts mehr mit INCLUDE eingefügt werden, was in einem Verzeichnis das mit EXCLUDE.DIR aufgeführt ist.
Beispiele für INCLUDE und EXCLUDE Anweisungen:
- EXCLUDE.DIR "/tmp"
alle Dateien und Verzeichnisse inclusive von /tmp selbst werden aus der TSM-Sicherung ausgeschlossen - EXCLUDE "/tmp/*"
INCLUDE "/tmp/wichtig"
die Datei /tmp/wichtig wird gesichert
alle anderen Dateien in /tmp werden nicht gesichert
der Inhalt in Unterverzeichnissen in /tmp wird gesichert - EXCLUDE "/tmp/.../*"
INCLUDE "/tmp/wichtig"
die Datei /tmp/wichtig wird gesichert
alle anderen Dateien in /tmp werden nicht gesichert
der Inhalt in Unterverzeichnissen in /tmp wird nicht gesichert
die Struktur der Unterverzeichnisse in /tmp wird gesichert
Erläuterungen zu active und inactive Daten
TSM kennzeichnet die verschiedenen Versionen von Dateien mit active bzw. inactive. Die Datei, die in der TSM-Sicherung der original Datei auf dem zu sichernden Rechner entspricht, wird mit active gekennzeichnet. Alle andere Versionen dieser Datei im TSM haben die Kennung inactive. Wieviele Versionen einer Datei gesichert werden, wird auf dem TSM-Server eingestellt. Zur Zeit sind dies 3 Versionen. Der Zeitraum nachdem eine Datei auf dem TSM-Server gelöscht wird, wenn kein zugehörendes Original mehr auf dem zu sichernden System ist, beträgt 60 Tage.
Am einfachsten werden diese Sachverhalte in folgender Tabelle dargestellt.
Tag | Aktion auf dem Client | Aktion auf dem Server | Kopie im TSM-Server |
|
|---|---|---|---|---|
1. | Datei wird angelegt |
| Version A ist active | |
2. | Datei wird geändert |
| Version A ist inactive | |
3. | Datei wird geändert |
| Version A ist inactive | |
4. | Datei wird geändert | Version A wird auf dem | Version B ist inactive | |
5. | Datei wird gelöscht, | Version B und C werden | Version D ist inactive | |
6. | Sicherung, Datei existiert |
| Version D ist inactive | |
... | Sicherung, Datei existiert |
| Version D ist inactive | |
64. | Sicherung, Datei existiert | Version D wird gelöscht, | - |
Wissenswertes zu TSM
- Sichern sie nur Daten, die sie wirklich im Falle eines Verlust benötigen. Sichern sie keine Daten wie z.B. das pagefile unter Windows, /tmp Daten unter Linux oder Cache-Daten ihres Browsers. Im Falle einer kompletten Rücksicherung sind solche Daten sehr hinderlich und können die Rücksicherung erheblich verzögern.
- TSM verwendet den Port 1500 tcp, eventuell muss dies bei der Verwendung einer Firewall berücksichtigt werden.
- Automatische TSM-Sicherungen werden in der Zeit von 18 bis 7 Uhr durchgeführt. Eine genaue Zeit innerhalb dieses Bereiches kann der TSM-Administrator auf Wunsch für den Client einstellen. Manuelle Sicherungen sind jederzeit möglich.




