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Meltdown und Spectre: Neues von Intel

Intel zieht seine Prozessor-Updates zurück.

Das Chaos geht weiter. Zum Schließen von Spectre benötigen die Prozessoren Microcode-Updates. Intel hat für seine seit 2013 herausgebrachten Prozessoren Updates bereitgestellt. Diese Updates können jedoch Probleme bereiten. Intel rät von der Installation ab und zieht die Updates zurück.

 

Meltdown
Betroffen sind alle Prozessoren von Intel und viele von ARM und Qualcomm. Diese Sicherheitslücke kann über ein Update des Betriebssystems geschlossen werden. Updates gibt es für alle neueren Betriebssysteme. Diese sollten Sie auch installieren.

 

Bei Android-Smartphones benötigen Sie den Sicherheitspatch für Januar 2018.

 

Spectre Variante 1
Diese Lücke kann nur in der einzelnen Anwendung geschlossen werden. Besonders betrofen sind Browser. Alle Browser-Hersteller bieten bereits Lösungen an. Dies können neue Versionen sein oder Änderungen in der Konfiguration. Dies sollten Sie auch machen.

 

Spectre Variante 2
Davon sind praktisch alle Prozessoren betroffen. Zum Schließen benötigt man Updates des Betriebssystems und Microcode-Updates für den Prozessor. Diese Microcode-Updates hat Intel nun zurückgezogen.

 

Linux-Distributionen bringen das Microcode-Update zusammenn mit dem Update des Betriebssystems. Viele Linux-Distributionen haben die Microcodes, die Intel nun zurückgezogen hat, bereits ausgeliefert. Diese Linux-Distributionen bringen nun neue Updates heraus, welche diese Änderungen wieder rückgängig machen.

 

Hier sind Windows-Nutzer mal im Vorteil. Das Windows-Update bringt kein Microcode mit. Dieser muss mit einem BIOS-Update des Geräteherstellers installiert werden. Installieren Sie alle Windows-Updates. Aber installieren Sie noch keine BIOS-Updates. Sobald Intel neue Microcodes bereit stellt, werden die Gerätehersteller neue BIOS-Versionen nachschieben.

 

Happy patching!